Das Herz jeder Pop-Up-Faltwand ist die Aluminium-Scherenstruktur. Einzelne Aluminium-Streben sind über Stahlfedern in den Verbindungsknoten miteinander verbunden und lassen sich harmonika-artig auseinanderziehen. Beim Auseinanderziehen rasten die Streben in ihrer Endposition ein und bilden ein selbsttragendes Gitter, das die Grafik trägt. Das Gestell ist je nach Größe in drei bis achtzehn Bögen aufgeteilt, wobei jeder Bogen einer Grafikbahn entspricht. Die gerade Straight-Variante bildet eine ebene Fläche, die geschwungene Curved-Variante eine konkav gebogene Form, die den Blick zur Mitte lenkt. Beide Varianten nutzen denselben Magnetrahmen mit Verbinder, unterscheiden sich aber in der Anordnung der Streben. Das Gewicht eines mittleren 3 × 3 m Gestells liegt bei rund 12 bis 15 kg ohne Grafik.
Die Grafik wird nicht über das Gestell gespannt, sondern über Magnethalter an der Vorderseite eingehängt. Auf der Rückseite der Grafikbahn sind Stahlleisten eingearbeitet, die von Neodym-Magneten in den Stab-Enden der Scherenstruktur angezogen werden. Dadurch hält die Grafik bombenfest, lässt sich aber in unter einer Minute wieder abnehmen und tauschen. Bei der Textil-Frame-Variante kommt statt des Magnetsystems ein Aluprofil-Rahmen mit Spannstoff zum Einsatz: Der Stoff wird per Silikon-Keder rundum in eine Nut eingezogen und liefert eine vollkommen nahtlose, faltenfreie Oberfläche. Beide Systeme erlauben den Grafiktausch, ohne das Gestell neu anschaffen zu müssen.