Das tragende Element eines Lounge-Zeltes sind HF-verschweißte TPU-Schläuche mit Wandstärken von 0,8 bis 1,0 mm, je nach Serie. Diese Schläuche bilden die Eckpfeiler, die Dachträger und bei der Pultdach-Variante die abfallende Firstlinie. Über eine zentrale oder mehrere dezentrale Schnellkupplungen wird das System mit einer elektrischen Pumpe befüllt. Der Betriebsdruck liegt je nach Größe zwischen 0,3 und 0,8 bar. Das System ist airtight konstruiert, das heißt, es bleibt nach dem Aufpumpen über Stunden und Tage stabil, ohne dass ein Dauergebläse mitlaufen muss. Nachgepumpt wird nur bei starken Temperaturschwankungen, weil sich das Luftvolumen bei Kälte zusammenzieht. Der gesamte Aufbau eines mittelgroßen Lounge-Zeltes dauert mit zwei Personen zwischen 8 und 15 Minuten.
Die Membran zwischen den tragenden Schläuchen besteht aus demselben TPU-Material oder einem beschichteten Polyestergewebe und ist wasserdicht verschweißt. Anders als bei genähten Konstruktionen entstehen bei der Hochfrequenz-Verschweißung keine Nadellöcher, durch die Wasser eindringen könnte. Die Dachhaut wird so gespannt, dass Regenwasser kontrolliert nach außen oder bei der Pultdach-Form nach hinten abläuft. Sandsäcke, Gewichtsplatten oder Erdnägel sichern das Lounge-Zelt am Boden. Da die offene Bauform Wind passieren lässt, ist die Windlast geringer als bei einem geschlossenen Zelt gleicher Grundfläche, dennoch gelten die Sicherungsvorgaben nach Vorgaben für fliegende Bauten.