Das tragende Element jedes Spider-Zelts sind die Auslegerarme. Sie bestehen aus mehrlagigen Luftschläuchen mit einer HF-verschweißten Naht, die den Betriebsdruck dauerhaft hält. Je nach Serie sind vier, sechs oder acht Arme strahlenförmig um einen zentralen Knotenpunkt angeordnet, von dem aus sie zu den Fußpunkten am Boden verlaufen. Das Spider 4-Arm nutzt eine TPU-Membran mit 0,9 mm Stärke, das Spider 6-Arm und das verstärkte Spider XL setzen auf 1,0 mm TPU für größere Spannweiten und höhere Lasten. Die Verbinder der Schläuche arbeiten mit einer Schnellkupplung, die das Aufpumpen und Entlüften ohne Werkzeug erlaubt. Über dieser Tragstruktur liegt die Dachmembran aus 600D Polyester mit PU-Beschichtung oder Oxford-600D-Gewebe, je nach gewählter Ausstattung wasserdicht bis 2 000 mm Wassersäule und schwer entflammbar nach DIN 4102 B1.
Die Geometrie der Sternform sorgt für eine große freie Spannweite ohne Mittelstütze. Bei einem Spider 6-Arm mit 6 × 6 m Grundfläche überspannen die sechs Arme 36 m² stützenfrei, das verstärkte Spider XL erreicht in der MEGA-Klasse bis zu 100 m² bei 10 × 10 m. Die Auslegerarme verteilen die Dachlast gleichmäßig auf die Fußpunkte, an denen das Zelt mit Erdheringen, Bodenschrauben oder Sandsack-Gewichten gegen Windlast gesichert wird. Anders als bei einem starren Gestell wirken die luftgefüllten Schläuche bei Böen leicht nachgebend, was Lastspitzen abfedert. Die genaue Windfestigkeit hängt von Größe, Befestigung und Untergrund ab und sollte im Einzelfall mit dem Vertrieb abgestimmt werden.